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Erfolgreiche Therapien für hormonell bedingte Erkrankungen Experten der Fachtagung informieren im Rahmen des 53. Symposions außerdem Kinder, Jugendliche und Eltern über die Themen „Frühlingsgefühle – Was passiert in der Pubertät?“ und „Zu klein – zu groß – genau richtig? – Größe und Wachstum“. In weiteren öffentlichen Vorträgen zu den Themen „Schilddrüsenerkrankungen“, „Osteoporose“ sowie „Diabetes und Übergewichtserkrankungen“ erläutern sie Patienten aktuelle Diagnose- und Therapieoptionen. Hormonell bedingte Erkrankungen sind vielfältig und komplex: Wissenschaftler erforschen die endokrinen Systeme, ihre Entwicklung im Laufe der Evolution und ihre genetischen Grundlagen, um daraus erfolgreiche Therapiekonzepte zu entwickeln. „Neben der täglichen Betreuung unserer Patienten ist diese Forschung wichtig“, betont DGE-Tagungspräsident Professor Dr. med. Torsten Schöneberg, Institut für Biochemie der Medizinischen Fakultät, Universität Leipzig. Ein Ziel des 53. Symposions ist deshalb, wissenschaftliche Aktivitäten zu vernetzen, junge Forscher zu fördern und zu unterstützen sowie die Strukturen der Patientenversorgung zu optimieren. Ein weiterer Schwerpunkt des wissenschaftlichen Programms sind die Adipositas und damit einhergehende Erkrankungen wie Metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus. Diese können hormonell bedingt sein. Übergewicht kann jedoch auch die auslösende Ursache sein. Denn zu viel Fettzellen im Körper beeinflussen über Botenstoffe die Stoffwechselprozesse. Die Erforschung und Behandlung dieser Stoffwechselstörungen ist angesichts hoher Erkrankungszahlen ein wichtiges Thema der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Die Experten informieren deshalb in mehreren Veranstaltungen über neue Erkenntnisse auf ihrem 53. Symposion. Vom 3. bis 6. März 2010 werden rund 80 Referenten in Vorträgen, Workshops, Symposien und interaktiven Fallpräsentationen mit den Teilnehmern diskutieren. „Mit der Slowakei als Partnerland steht in diesem Jahr vor allem der wissenschaftliche Austausch mit Mittel- und Osteuropa im Vordergrund“, meint Professor Schöneberg. Die neuesten Ergebnisse junger Forscher werden in etwa 150 Kurzvorträgen und 140 Postersitzungen vorgestellt und diskutiert. Eine Industrieausstellung rundet das Informationsangebot für Ärzte ab. Die Teilnahmegebühren für den gesamten Kongress liegen zwischen 50 und 290 Euro – abhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung und dem Status des Teilnehmers. Anmeldeformulare, weitere Informationen und das Kongressprogramm finden Interessierte im Internet unter www.endokrinologie.net und www.dge2010.de.
Nasivin® erhält den Goldenen Aesculab als „Arzneimittel des Jahres 2009“ Die Preisverleihung führte nicht nur beim Hersteller, der Merck Selbstmedikation GmbH, zu stolzen und zufriedenen Gesichtern, auch die anwesenden Vertreter der zweitgrößten Vereinigung deutscher Apotheker glänzten im Selbstbewusstsein.
(Ludwig W. Moormann)
Optimiertes Praxismanagement entlastet
Pharmaindustrie und
1. Grundidee 2.
Folgen 3.
Zielgruppen von CAUSALO® (Ludwig W. Moormann)
Weltweit größter Spendenlauf am 11. / 12.September 2010 im Harz
„In vielen Ländern hat
der Oxfam Trailwalker bereits eine große Fan-Gemeinde“, sagte
Oxfam-Geschäftsführer Paul Bendix auf der Pressekonferenz im
ehrwürdigen Osteroder Rathaus. Für den ersten deutschen Trailwalker
am 11. und 12. September 2010 werden bis zu tausend Teilnehmer und
Teilnehmerinnen erwartet.
4. Die schönsten hundert Kilometer liegen
im Harz (Ludwig W. Moormann)
St. Marien-Hospital Borken
bietet erstmals spritzenfreie
Thrombosevorbeugung für Patienten nach Hüft-
Das neue Medikament verhindere
Thrombosen und Embolien genau so sicher und wirksam wie die
bisherigen Spritzen, versicherte Rubenthaler. „Das konnte in großen
Studien eindrucksvoll gezeigt werden.“ Der entscheidende Vorteil
sei, dass der Wirkstoff als Kapsel geschluckt werden könne. Bis vor
kurzem bekamen Patienten nach endoprothetischen Operationen tage-
bis wochenlang täglich Heparininjektionen. „Nach der Entlassung aus
der Klinik musste das der Patient dann häufig selbst übernehmen, was
vielen schwer fiel“, weiß Rubenthaler. Wer nicht den Mut fand, sich
selbst zu spritzen, der musste bislang einen ambulanten Pflegedienst
organisieren oder täglich zum Arzt fahren. Blutergüsse, die sich wie
Landkarten-Muster über den Bauch zogen, und entzündete
Einstichstellen bedeuteten ein weiteres Ärgernis für den Patienten.
„Die Einnahme einer Kapsel ist da vergleichsweise unkompliziert,
kann die Rate der vorzeitigen Abbrüche reduzieren und erhöht so
letztlich auch die Sicherheit für unsere Patienten“, so Rubenthaler
weiter. „Deswegen haben wir uns für die neue Option entschieden.“
Quelle: Pressegespräch
„Schlucken statt Spritzen: Eine neue Ära der Thrombosevorbeugung“,
am 14. Oktober 2008 im St. Marien-Hospital, Am Boltenhof 7, 46325
Borken
Null-acht fünfzehn-Therapie für Kassenpatienten?
Der IQWiG-Bericht ziele auf
Kostenreduktion, vernachlässige die Bedürfnisse der Patienten und
begrenze die Behandlung von Kassenpatienten auf eine
Null-acht-fünfzehn-Therapie. Haller begründete seine Kritik mit dem
Hinweis, dass aus der Vielzahl publizierter Studien zur
medikamentösen Bluthochdruckbehandlung vom IQWiG nur die ausgewählt
worden seien, die das angestrebte finanzielle Ergebnis
untermauerten. Die zugrunde gelegten wissenschaftlichen Kriterien
seien international unüblich. Es sei deshalb kein Wunder, dass die
Empfehlung des IQWiG teilweise in krassem Widerspruch zu
Behandlungsleitlinien in anderen europäischen Ländern stünde. Der
Patientensprecher der Hochdruckliga, Dr.-Ing. Wolfgang Pfeifer,
unterstrich diese Aussagen. Es gehe bei der Diskussion offenbar
allein um die Kosten im Gesundheitswesen und die Einkünfte der
Pharma-Industrie, nicht aber um das Wohl der Patienten und ihr
vertrauensvolles Verhältnis zum Arzt. „Die Selbsthilfegruppen in
der Hochdruckliga wehren sich entschieden dagegen, in dieser
Auseinandersetzung zwischen zwei feindliche Lager zu kommen." (Ludwig W. Moormann)
Kontakt:
Eskimos, Bewohner der Meeresküsten, aber auch Vegetarier leiden seltener als andere Menschen an Gelenkrheuma oder verwandten Erkrankungen. Die Gründe vermuten Fachleute seit langem in der Ernährung. Doch Zusammenhänge ließen sich erst in den letzten Jahren herstellen: Einige Nahrungsfette fördern im Körper die Bildung bestimmter hormonähnlicher Stoffe, so genannter Eikosanoide. Diese sind an der rheumatischen Entzündungsreaktion beteiligt, erläutert Professor Dr. med. Olaf Adam von der Ludwig Maximilian Universität München in der Fachzeitschrift DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2009).
Entzündungsfördernde Eikosanoide entstehen aus Arachidonsäure. Diese Fettsäure kommt ausschließlich in tierischer Nahrung vor. Insbesondere in fettem Fleisch, Eigelb, Schmalz und Leber. Fetter Meeresfisch dagegen ist reich an Fettsäuren, die einer Entzündung entgegenwirken. Rheumapatienten sollten deshalb nicht mehr als zwei Fleischmahlzeiten und zwei Eigelb pro Woche verzehren, so der Leiter der Ernährungsmedizinischen Abteilung an der LMU. Stattdessen gehöre zwei Mal pro Woche Fisch auf den Tisch – möglichst Meeresfisch wie Hering oder Makrele. „Wem das auf Dauer nicht schmeckt, der hat die Möglichkeit auf Fischölkapseln auszuweichen“, sagt Adam, der auch dem Arbeitskreis Ernährungsmedizin der DGRh angehört. Diese enthielten unterschiedliche Mengen an Fischölfettsäuren und müssten deshalb genau dosiert werden. Grundsätzlich sollten Patienten sich ausgewogen und vitaminreich ernähren. Da Menschen mit Rheuma von Knochenschwund bedroht sind und auf ihre Knochengesundheit achten sollten, rät Adam auch zu täglich einem halben Liter fettreduzierter Milch oder Milchprodukten, um die Zufuhr von Kalzium zu sichern. Auch Vitamin D – im Körper gebildet durch Sonnenlicht – beeinflusst den Kalziumstoffwechsel positiv.
Einige Patienten berichten zudem, dass bestimmte Nahrungsmittel einen Krankheitsschub auslösen – ähnlich wie bei einer Allergie. Professor Adam schätzt den Anteil auf ein bis zehn Prozent der Betroffenen. Ohne eine ernährungstherapeutische Beratung kann es jedoch schwierig sein, die Auslöser zu ermitteln. Um Mangelerkrankungen zu vermeiden, rät der Experte Rheumapatienten davon ab, die Ernährung auf eigene Faust komplett umzustellen. Ein dauerhafter Erfolg sei nur zu erwarten, wenn Ärzte, Ernährungsberater und Ergotherapeuten zusammenarbeiten. Die DGRh bietet deshalb in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin e. V. (DAEM) Fortbildungsseminare für Ärzte an. Mediziner lernen dort, wie sie ihre Patienten bei einer gesunden Ernährung unterstützen können. Die Ernährungstherapie ist stets eine begleitende Maßnahme zur medikamentösen Therapie.
Den Patienten nützt eine umgestellte Ernährung auch an anderer Stelle: Entzündungsreaktionen in den Gefäßwänden gelten heute als Auslöser der Arteriosklerose, erläutert Professor Adam. Und tatsächlich erkranken Menschen mit Rheuma häufiger an Herzkreislauferkrankungen als andere. Ihre Lebenserwartung ist um zehn Jahre vermindert, sagt Adam. Auch wegen der möglichen günstigen Einflüsse auf Herz und Kreislauferkrankungen dürfe Rheumapatienten eine Ernährungstherapie nicht vorenthalten werden. Über den Langzeiteffekt entzündungshemmender Kost spricht Professor Adam im Rahmen des 37. Kongresses der DGRh in Köln.
Quelle: Dtsch Med Wochenschr 2009; 134: 1759–1763 · O. Adam, Ernährungstherapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
Terminhinweis: Freitag 25. September 2009, 10.00 bis 11.30 Uhr, Congress-Saal 3: Ernährung 11.00 bis 11.20 Uhr. Langzeiteffekt der entzündungshemmenden Kost Prof. Dr. med. Olaf Adam, München.
Aktuelle Erkenntnisse zur Entfernung von Lymphknoten Das Lymphsystem und seine Funktionen sollen Krebspatienten erhalten bleiben. Chirurgen versuchen deshalb, es bei der Entfernung von Tumoren so wenig wie möglich zu beschädigen und auch umliegendes, gesundes Körpergewebe zu erhalten. Wichtig sei es, dabei sämtliche Tumorteile zu entfernen. „Unzählige Studien der Vergangenheit haben gezeigt, dass Patienten mit Krebserkrankungen im Bauchraum und Verdauungstrakt dann eine höhere Überlebensrate haben, wenn eine umfassende Entfernung des Primärtumors und der regionalen Lymphknoten gelingt“, betont Professor Dr. med. Joachim Jähne, Hannover. Beispielsweise empfiehlt die DGAV seit einigen Jahren, bei Tumoren im Enddarm das umliegende gesunde Fettgewebe mit zu entfernen. Dadurch wurde das Rückfallrisiko für Patienten von 30 auf fünf Prozent gesenkt. Lymphknoten entfernen Chirurgen bei vielen Operationen ebenfalls. Denn die systematische Entfernung und Untersuchung von befallenen und nicht befallenen Lymphknoten liefert wichtige Hinweise auf das Erkrankungsstadium. Insbesondere die Lymphknoten in der Nähe des Tumors spielen dabei eine Rolle. Die Vermutung ist, dass über das Lymphsystem aus diesen Lymphknoten auch Metastasen vom Tumor in andere Bereiche des Körpers gelangen. Epidemiologische Daten stellen diesen chirurgischen Standard jedoch in Frage: Das Team um Professor Dr. rer. hum Dieter Hölzel vom Tumorregister München (TRM) des Klinikums Großhadern wertete internationale Studien von bis zu 30 Jahren sowie Daten des TRM aus. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Krebszellen in Lymphknoten keine weiteren Metastasen verursachen. Ihre Entfernung und insbesondere die Entfernung umliegender, nicht befallener Lymphknoten sei nicht nur überflüssig: Sie kann auch Nebenwirkungen haben. Je nachdem wie umfassend der Eingriff in das Lymphsystem ist, können Betroffene unter Taubheitsgefühlen, Bewegungseinschränkungen oder Nervenschäden leiden. Die Daten zeigen auch: Werden nicht befallene, umliegende Lymphknoten in einer Operation systematisch entfernt, sinkt die Überlebensrate der Patienten. „Wir prüfen derzeit, ob diese Daten zutreffend sind und – wenn ja - wo und wie diese Erkenntnisse unsere Behandlungsmethoden und Leitlinien ergänzen und verbessern können“, betont Professor Jähne. Welche Operationsmethoden das Überleben verlängern, ist wichtiger und fortlaufender Bestandteil der onkologischen Chirurgie. Beispielsweise sei es bei Magenkrebs bereits bekannt, dass nicht alle Patienten von einer Lymphadenektomie profitieren. Eine Diagnose vor der Operation, welche Patienten Vorteile haben und welche nicht, ist bisher nicht möglich. Daher muss es das primäre Ziel sein, möglichst viele Lymphknoten zu resezieren, um zu einer wirklich relevanten Diagnose zu gelangen, da sich dann prognostische Vorteile ergeben können. „Unser langfristiges Ziel in der Behandlung von Patienten mit Tumorerkrankungen im Bauchraum besteht darin, die Patienten zu identifizieren, die von der Lymphadenektomie profitieren“, meint Jähne. Die neuen epidemiologischen Daten seien weitere Anhaltspunkte, wie wichtig die Weiterentwicklung individualisierter Therapiestrategien ist. Es sei jedoch allein aufgrund der Münchener Ergebnisse völlig verfrüht, die Lymphadenektormie an sich in Frage zu stellen. Im Übrigen stellt die Lymphadenektomie und damit die Zahl möglicher befallener Lymphknoten die Grundlage für zusätzliche chemotherapeutische Maßnahmen dar, die gerade beim Krebs des Dickdarmes ein unverzichtbarer Bestandteil einer modernen und wissenschaftlich fundierten Behandlung sind. Nur durch die Entfernung der Lymphknoten können diese Behandlungskonzepte realisiert werden. Die neuesten Behandlungsmethoden zu Tumorerkrankungen im Bauchraum ist Thema mehrere wissenschaftlicher Vorträge der Fachtagung Viszeralmedizin 2009 vom 30. September bis 3. Oktober in Hamburg. Das Programm gestalten Viszeralchirurgen, Gastroenterologen und Endoskopen gemeinsam.
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